High-Tech Zollstock – 11 Laser-Entfernungsmesser im Praxistest

Schnell die Lücke für das neue Regal oder den Abstand zwischen zwei Bildern messen? Oder Länge und Breite eines Zimmers messen, um die Fläche zu bestimmen? Eigentlich greifen wir ständig zu Zollstock oder Maßband. Spätestens wenn die zwei Meter des Meterstabes nicht mehr ausreichen und die Rechnerei losgeht, erweist sich ein Laser-Entfernungsmesser als echte Hilfe. Mittels Lasertechnologie misst das kompakte Gerät innerhalb weniger Sekunden präzise Abstände und Distanzen. Gute Entfernungsmesser sind zudem in der Lage, Flächen- und Volumenmaße in Echtzeit zu ermitteln.

Eine weitere ausgesprochen hilfreiche Funktion ist die indirekte Messung nach dem Pythagoreischen Prinzip. Die brauchst du, um etwa die exakte Höhe einer Mauer zu messen oder wenn die direkte Sichtlinie auf einen Messpunkt blockiert ist. Tatsächlich sind die etwa taschenrechnergroßen Distanzmesser deutlich praktischer im Gebrauch als der klassische Zollstock. Wir haben uns elf beliebte Laser-Entfernungsmesser zwischen 30 und 150 Euro (Stand Juni 2019) genauer angesehen und ihre jeweiligen Stärken und Schwächen für dich herausgekitzelt. 

In diesen Kategorien haben wir die Distanzmesser getestet

  • Qualität: Wie sind die Geräte verarbeitet? Wie gut lässt sich das Display lesen? Wie widerstandsfähig ist das Gehäuse?
  • Funktionalität: Ist der Laser-Entfernungsmesser intuitiv zu bedienen? Wie viele Funktionen stehen dir zur Verfügung?
  • Ergonomie: Ist das Gerät kompakt und lässt sich gut verstauen? Sind die Tasten auch bei Nässe und Schmutz bedienbar?
  • Messergebnis: Wie präzise ermittelt der Laser-Entfernungsmesser die Distanzen? Bewegt sich das Gerät im Rahmen der vom Hersteller angegebenen Toleranz?

Zehn Distanzmesser aus unserem Laser-Entfernungsmesser Test. Das elfte Modell, den Bosch GLM 50 C Professional, haben wir nachgetestet, deshalb fehlt er auf dem Bild

Der Testsieger – Einhell TE-LD 60 Professional

Exakte Messdaten, große Funktionsvielfalt und intuitive Menüführung. Mit dem robusten „Einhell TE-LD 60 Professional“ bewegst du dich bereits im semiprofessionellen Bereich. Genau das Richtige für ambitionierte Heimwerker, Renovierer und Bauherren. Wie der Distanzmesser genau abgeschnitten hat, erfährst du in unserem Einzeltest zum Einhell.

Unser Preis-Leistungs-Sieger – Kaleas LDM 500-60

Mit dem „LDM 500-60“ bietet dir die süddeutsche Messgeräte-Schmiede Kaleas ein ausgezeichnetes Gerät. Wäre nicht das etwas kleine schwarz-weiß Display, hätte der Kaleas LDM 500-60 wohl in den Kampf um den Testsieg eingegriffen. Aber dafür ist ihm der Preis-Leistungs-Sieg nicht zu nehmen. Denn für knapp 40 Euro (Stand Juni 2019) bekommst du ein robustes Gerät mit hoher Messgenauigkeit und vielen Funktionen. Bei Letzteren steht es dem Testsieger von Einhell in nichts nach – bei der Hälfte des Preises. DistanzFläche und Volumen beherrscht das Modell von Kaleas ebenso wie die Pythagoras-Funktion. Sehr gut gefällt uns auch die Timerfunktion. Damit kannst du die Messung zeitversetzt starten, um so erschütterungsfrei zu messen.

Exakte Messwerte und viele Funktionen

Großer Pluspunkt ist die Messgenauigkeit des Kaleas Entfernungsmessers. Auf eine Distanz von 60 Meter kann es zu einer Abweichung von +/- 1,5 Millimetern kommen. Das gehört erst einmal zu den besten Werten im Teilnehmerfeld. Im Test zeigt sich dann auch, dass der Hersteller nicht übertreibt. Bei den Wiederholungsmessungen der Referenzlänge misst das Gerät nahezu konstant genau. Zwei Abweichungen bei unseren knapp dreißig Messungen bleiben unter einem Millimeter.

Hinzu kommt eine angenehm intuitive Bedienung des Messgeräts. Solltest du einmal nicht weiterkommen, hilft die vorbildliche Anleitung. Du bekommst hier sogar noch eine kurze Nachhilfestunde in Sachen Satz des Pythagoras. Drei Bezugspunkte lassen sich einstellen: Vorder- und Hinterkante des Messgeräts sowie ein ausklappbarer Anschlagpunkt. Der wirkt allerdings nicht besonders stabil. Und noch ein Wort zum kleinen Display: Der beleuchtete Bildschirm ist zwar nicht so groß wie bei einigen Konkurrenten, punktet allerdings mit seiner guten Lesbarkeit.

Fazit: Wenn du auf ein Farbdisplay und eine App-Anbindung verzichten kannst, dann greif zu. Das Kaleas LDM 500-60 ist ein semi-professionelles Messgerät, das bei wenigen kleinen Schwachpunkten auch hohen Ansprüchen genügt. Und das bei einem sehr fairen Preis.

Der Laser-Entfernungsmesser Kaleas LDM 500-60 verfügt über einen ausklappbaren Anschlag, damit lässt sich das Gerät genau ausrichten

Da ist noch lange nicht Schluss - Diese neun Laser-Entfernungsmesser haben wir ebenfalls getestet

Vom semiprofessionellen Distanzmesser mit App-Anbindung über minimalistische Geräte für Alltagsmessungen bis zum Miniatur-Entfernungsmesser für den Schlüsselanhänger. Wir haben neun weitere Laser-Entfernungsmesser getestet, um für dich das passende Gerät zu finden. 

Bosch GLM 50 C Professional – Präzise Daten aber ausbaufähige App-Unterstützung

Das „GLM 50 C“ aus der Bosch Professional Reihe ist erfreulich kompakt und übersichtlich gestaltet. Messen kannst du mit ihm Entfernungen bis 50 MeterFlächen und Volumen. Zudem ist mit ihm eine indirekte Höhenmessung möglich, die sogenannte Pythagoras-Funktion. Diese Funktion benötigst du zum Beispiel, wenn der Strahlengang des Lasers von einem Hindernis blockiert ist und der Messpunkt deshalb nicht direkt angestrahlt werden kann. Der GLM 50 C funktioniert intuitiv und präzise. Im Test misst es konstant genau, ohne seine Toleranz von +/- 1,5 Millimetern auszureizen. 

Aktuelle Messwerte werden auf dem farbigen Display übersichtlich dargestellt. Eine digitale Wasserwaage und ein Winkelmesser werden dir in Echtzeit auf dem Display angezeigt. Das ist hilfreich, musst du den Laser-Entfernungsmesser einmal ganz exakt ausrichten. Bedienen lässt sich der Bosch Distanzmesser einfach. Mittels weniger Tasten klickst du dich durch die einzelnen Funktionen. Die sind dank der Piktogramme auf dem Display selbsterklärendEntfernungenFlächen oder Volumina kannst du direkt addieren oder subtrahieren. 

Bei der App ist deutlich Luft nach oben

Praktisch ist auch, dass du beim Bosch Laser-Entfernungsmesser den Referenzpunkt einstellen kannst, also den Punkt, von dem das Gerät misst: Von der vorderen oder hinteren Kante oder von der Gerätemitte. Den GLM 50 C kannst du auch mit der Bosch Measuring Master App koppeln, die Daten via Bluetooth übertragen und Grundrisse erstellen. Die Synchronisierung klappt bei uns problemlos. Die App allerdings als solche ist gewöhnungsbedürftig und nicht wirklich intuitiv. Da erwarten wir unter der Überschrift „Bosch Professional“ deutlich mehr.

Das handliche Gerät passt locker in die Hosentasche. Es liegt allerdings auch eine Tasche bei, die du mittels Schlaufe an deinen Werkzeuggürtel fädeln kannst. Zwar bescheinigt Bosch dem GLM 50 C Schutzklasse IP54, also gegen Staub und Spritzwasser geschützt, allerdings finden wir die Abdeckung des Batteriefachs nicht wirklich robust. Seinen Saft zieht sich der Laser-Entfernungsmesser aus zwei AAA-Batterien, die mitgeliefert werden. Sind die mal leer kannst du auf umweltschonende wieder aufladbare Akkus setzen. Den in einigen Amazon-Rezensionen bemängelten hohen Stromverbrauch konnten wir im Test nicht beobachten.

Fazit: Ein gutes und genaues Messgerät, das dir viele nützliche Funktionen zur Verfügung stellt und leicht zu bedienen ist. Die App-Anbindung überzeugt uns allerdings nicht so ganz. Das Gehäuse könnte für unseren Geschmack etwas robuster sein. Zudem ist der Preis mit knapp 105 Euro (Stand Juni 2019) sportlich.

Leica DISTO D2 – Sehr gut aber sehr teuer

Das hochwertige „Leica DISTO D2“ liegt als kompaktes Gerät mit griffigem Gehäuse gut in der Hand. Mit seiner ab Werk zertifizierten Messtoleranz von +/- 1,5 Millimetern zählt das Modell auch zu den exaktesten Testkandidaten. Die Messergebnisse sind konstant und präzise. Auf dem beleuchteten Display sind die Daten gut zu erkennen. Allerdings finden wir den Bildschirm etwas klein. Dafür punktet das Leica Messgerät jedoch mit seinen Funktionen und den haptisch einwandfreien Tasten. Neben der obligatorischen Längenmessung stehen dir Volumen- und Flächenberechnung sowie indirekte Höhenmessung zur Verfügung. Auch die intuitive Bedienung kann sich sehen lassen.

Die beiliegende Beschreibung ist mit ihren Piktogrammen etwas verwirrend. Wenn du dich konzentriert durch das Menü arbeitest, hast du den Bogen aber schnell raus. Als Bezugspunkt lassen sich Vorder- und Hinterkante des DISTO auswählen. Am hinteren Ende lässt sich zudem ein Anschlagpunkt aus Kunststoff ausklappen. Damit kannst du das Gerät gut ausrichten. Der Leica Distanzmesser verfügt, wie auch das Modell von Kaleas, über eine Timerfunktion. Mit dieser zeitversetzten Messung lassen sich Wackler vermeiden, die das Ergebnis beeinträchtigen können. Die Daten kannst du zudem via Bluetooth übertragen. Mit der App Leica DISTO Plan ist es dir so möglich, Pläne und 3D-Modelle auf Grundlage der erfassten Daten zu erstellen.

Fazit: Ein zuverlässiges semi-professionelles Gerät, das sehr viel kann, allerdings ein verhältnismäßig kleines Display hat. Schweizer Wertarbeit zu einem sehr hohen Preis von knapp 140 Euro (Stand Juni 2019). 

Makita LD050P – Zuverlässiges Messgerät für die Hosentasche

Das kleine „Makita LD050P“ Messgerät mischt in Sachen Messgenauigkeit ganz vorne mit. Eine Abweichung lässt sich bei aufeinanderfolgenden Messungen der Referenzdistanzen nicht feststellen. Die Toleranz von +/- 2 Millimetern reizt das Gerät nicht aus. Der Messbereich, den der Makita Distanzmesser bewältigt, liegt bei maximal 50 Metern. Mit seinen fünf Tasten ist das Bedienfeld übersichtlich und effizient gestaltet. Die Menüführung ist intuitiv. Per Klick auf die Tasten schaltest du dich durch die verschiedenen Modi: Längenmessung, Flächen- und Volumenbestimmung sowie Pythagoras-Funktion. Das leichte Kunststoffgehäuse liegt sehr gut in der Hand. Uns erscheint das Display mit seinen drei Zeilen angenehm aufgeräumt. Leider ist es nicht beleuchtet. Der interne Speicher erfasst magere fünf Werte. Da sind viele der Testkonkurrenten deutlich besser aufgestellt. Das Gehäuse ist nicht gummiert, der Grip ist im Vergleich zu den anderen Messgeräten im Testfeld nicht ganz so gut. Dafür passt es allerdings problemlos in jede Hosentasche und ist – auch dank der fehlenden Gummierung – schnell wieder einsatzbereit.

Fazit: Wenn du auf der Suche nach einem kleinen und ebenso unkomplizierten wie präzisen Laser-Entfernungsmesser bist, dann ist der Makita LD050P etwas für dich. Mit seinen 85,89 Euro (Stand Juni 2019) ist er preislich im oberen Mittelfeld anzusiedeln.

Bosch GLM 50 Professional – Betagt aber immer noch gut

Der GLM 50 Professional Laser-Entfernungsmesser ist das Vorgängermodell des oben beschriebenen GLM 50 C. Dementsprechend kommt das ältere Modell noch ohne Farbdisplay aus. Die beleuchtete schwarz-weiß Anzeige ist allerdings aufgeräumt und gut ablesbar. Auch auf eine Bluetooth-Schnittstelle musst du hier verzichten. In Sachen Messgenauigkeit und Funktionsvielfalt ist er mit seinem Nachfolger auf Augenhöhe. Die Kosten des GLM 50 liegen bei knapp 115 Euro (Stand Juni 2019) und etwas über denen der neueren Version.

Fazit: Der immer noch gute Vorgänger des GLM 50 C Professional wirkt im Vergleich mit dem Nachfolger bereits etwas angestaubt. Das Gerät wird sich wohl auch bald in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.

Floureon Laser Distance Meter – Günstiger China-Import

Der grundsolide Laser-Entfernungsmesser von Floureon unterstützt das Messen von EntfernungenFlächen und Volumina ebenso wie die Pythagoras-Funktion. Die Messergebnisse sind nicht so exakt wie erhofft. Bei wiederholten Messungen der gleichen Distanz ohne Veränderung der Geräteposition liefert der Distanzmesser regelmäßig abweichende Messwerte. Die bewegen sich zwar meist in der angegebenen Toleranz von +/- 2 Millimetern, schießen aber auch schon mal darüber hinaus.

Preislich in etwa auf einer Höhe mit dem deutschen Kaleas ist der in China gefertigte Floureon in der Verarbeitung nicht ganz so hochwertig. So sind beispielsweise die Druckpunkte der Tasten im Vergleich zu den meisten Testkonkurrenten etwas schwammig. Trotzdem ist das Messgerät durchaus solide. Zwei Libellen im Gehäuse helfen bei der Ausrichtung des Gerätes. Die Steuerung ist intuitiv gestaltet und das große Display ist kontrastreich und gut ablesbar. Laut Hersteller misst der Floureon Distanzen von bis zu 100 Metern. Wir haben jedoch Schwierigkeitenden Laserpunkt auf diese Entfernung auszumachen, was eine exakte Messung erschwert. 

Fazit: Der Floureon Laser-Entfernungsmesser beschert dir zu einem moderaten Preis von 34 Euro (Stand Juni 2019) eine beachtliche Funktionsvielfalt. In Sachen Messgenauigkeit und Verarbeitung kann der China-Import jedoch nicht mit dem Preis-Leistungs-Sieger von Kaleas mithalten. 

Laser-Entfernungsmesser sind deutlich genauer als der gute alte Zollstock

Einhell TC-LD 25 Classic – Stabiles Messgerät mit Schwächen

Das kleine „Einhell TC-LD 25 Classic“ ist eines der kompaktesten Geräte im Testfeld. Die messbare Maximaldistanz liegt bei 25 Metern. Große Industrieanlagen lassen sich damit nicht ausmessen, für die Renovierung des Wohnzimmers oder den Hausbau reicht das jedoch. Allerdings sind die Funktionen des stabilen Messgeräts etwas zu überschaubar. Zur Verfügung stehen dir EntfernungFlächenmaße und Volumina. Du kannst auch eine fortlaufende Distanz messen. Dabei bleibt das Gerät quasi im Dauermessbetrieb und zeigt dir die kleinste und die größte gemessene Länge sowie die aktuell gemessene Distanz an. 

Bei der Standardmessung wird das aktuelle Messergebnis immer am unteren Displayrand angezeigt. Der davor gemessene Wert in der Zeile darüber. Manko ist die Messabweichung. Angeben mit +/- 3 Millimetern Toleranz ist die im Praxistest durchaus auch mal höher. Das ist uns auch für einen relativ günstigen Preis von 39,99 Euro (Stand Juni 2019) zu viel.

Zudem ist uns das Display etwas zu klein. Der Bildschirm ist darüber hinaus ziemlich dunkel, was zu Lasten der Lesbarkeit geht und den Einhell Punkte kostet. Sehr gut finden wir hingegen die einfache Bedienung: Gesteuert wird das Gerät über gerade einmal zwei Tasten. Eine dient zum Auslösen der Messungen, mit der anderen schaltest du dich durch die zur Verfügung stehenden Funktionen. 

FazitStabil verarbeitet und angenehm kompaktenttäuscht der Einhell TC-LD 25 Classic uns leider bei der Messgenauigkeit. Da lag der Laser-Entfernungsmesser immer mal wieder außerhalb der vom Hersteller versprochenen Toleranz.

Tacklife A-LDM01 40 – Leider immer wieder ungenau

Das Messgerät von Tacklife punktet mit großer Funktionsvielfalt. Neben der obligatorischen Entfernungsmessung kannst du FlächenVolumina sowie die indirekte Höhe über die Pythagoras Messfunktion ermitteln. Das klappt alles soweit ganz gut. Allerdings hilft dir ein Blick in das überschaubare Handbuch, da die Bedienung nicht ganz so intuitiv funktioniert, wie wir uns das wünschen. Nach ein paar Minuten herumprobieren, klappt das Messen dann allerdings doch. Die Toleranz für die Messungenauigkeit liegt hier bei +/- 2 Millimetern. Bei unseren Wiederholungsmessungen im Test ist allerdings der eine oder andere deutliche Ausreißer dabei. Das kostet Punkte! Automatisch gespeichert werden die letzten 100 Einzelmesswerte. Das ist im Test der Spitzenwert. Allerdings lassen sich die Daten im Gerät nicht bearbeiten oder gar sortieren.

Den Bezugspunkt bei der Messung kannst du wählen: Zur Auswahl hast du Vorderkante, Hinterkante und Mitte des Geräts. Wir hadern sehr mit dem nervigen Tastenton des Tacklife, der schlägt nämlich bei jedem Tastendruck an. Mit seiner Schutzklasse IP54 kannst du ihn auch mit auf die Baustelle nehmen. Die Reichweite des Distanzmessers liegt bei 40 Metern. Im Freien ist es jedoch schwierig, den Laserpunkt zu erkennen. 

Fazit: Das Tacklife misst und rechnet bisweilen ziemlich ungenau. Bei günstigen 30 Euro (Stand Juni 2019) solltest du allerdings auch kein professionelles High End-Messgerät erwarten.

Bosch Zamo Set – Der Kleine für den Alltag

Wenn du mit dem Laser-Entfernungsmesser nur hin und wieder zu Hause eine Lücke für ein neues Regal oder eine Fläche ausmessen möchtest, reicht dir ein Gerät mit weniger Funktionen. Der „Bosch Zamo“ ist nichts für den Dauerbetrieb auf der Baustelle aber erleichtert dir das Messen im Alltag ungemein. Wie er im Test genau abgeschnitten hat, liest du in unserem Bosch Zamo Einzeltest

DeWalt DW030PL-XJ – Kompakter Purist

Das Mini-Gerät von DeWalt ist das kleinste im Kandidatenfeld und so kompakt, dass es als Schlüsselanhänger durchgeht. Die Verarbeitung ist dafür ordentlich und robust. Die Messungenauigkeit ist die höchste im Test. Das Gerät überschreitet selbst den sehr großen Toleranzbereich von +/- 6 Millimetern immer wieder. Die Bedienung hingegen ist denkbar einfach: Es gibt genau einen Knopf. Mit dem schaltest du das Gerät ein und aktivierst gleichzeitig die Entfernungsmessung. Bei längerem Druck auf den Schalter wechselt der DeWalt die angezeigten Einheiten. Zur Auswahl hast du Inch, Meter, Fuß und Zoll. Mehr Funktionen gibt es nicht. Zudem liegt die maximale Distanz bei überschaubaren 9 Metern. Kleiner Pluspunkt: Das Gerät wird von einem Akku gespeist, den du über ein USB-Kabel aufladen kannst. Das Display ist ziemlich klein und nicht beleuchtet. Je nach Lichtverhältnissen ist das Ablesen ein ziemliches Rätselraten. Gegen Staub ist der kleine Distanzmesser zwar geschützt, allerdings nicht gegen Spritzwasser. Zu haben ist der Zwerg von DeWalt für 29 Euro (Stand Juni 2019). Wir finden das für die magere Funktionsvielfalt zu teuer.

Fazit: Wenn du nur Längen messen möchtest, auf puristisches Design stehst und überhaupt keinen Platz hast, dann ist das DeWalt DW030PL-XJ eventuell dein Entfernungsmesser. 

Die Messungenauigkeit ist bei einigen Geräten im Test hoch. Während der Testsieger von Einhell kontinuierlich exakte Daten liefert

So haben wir die Laser Distanzmesser getestet

Mit allen elf Testkandidaten haben wir gemessen und gemessen und gemessen. Dabei haben wir drei anfangs exakt bestimmte Referenzlängen verwendet. Die haben wir mit jedem Gerät wiederholt gemessen, um herauszufinden, ob es zu Abweichungen kommt. Die präzisesten Messwerte lieferten der Testsieger Einhell TC-LD 60 Professional und das Gerät von Makita. Die größten Messungenauigkeiten offenbarte der DeWalt Distanzmesser

Verfügten die Laser-Entfernungsmesser über eine Bluetooth-Schnittstelle, haben wir getestet, wie einfach sich die entsprechende App installieren lässt und die Synchronisierung mit dem Gerät gelingt. Das funktionierte beim Einhell TC-LD 60 ebenso gut wie beim Bosch GLM 50 C Professional und dem Leica Disto D2 Laser-Entfernungsmesser. Wie praktikabel allerdings die jeweilige App ist, steht auf einem anderen Blatt.

Distanzmesser mit einem breiteren Spektrum an Funktionen, haben wir besser bewertet als Geräte mit weniger Funktionen. Berücksichtigt haben wir auch die Schutzklasse sowie die Verarbeitung der Geräte. Letztere haben wir im wiederholten täglichen Gebrauch begutachtet.

Darauf solltest du bei einem Laser-Entfernungsmesser achten

Spielst du mit dem Gedanken, dir einen Distanzmesser zu kaufen, solltest du dich zunächst fragen, wie häufig und intensiv du das Gerät nutzen möchtest. Für gelegentliche Messungen zu Hause reicht dir eventuell auch ein günstiges Gerät mit geringerer Funktionsvielfalt wie der DeWalt. Das Bosch Zamo Set mit seinen drei Aufsätzen ist für den Alltagsgebrauch zum Beispiel gut geeignet. Auf der Baustelle stößt es aber schnell an seine Grenzen. Planst du zu renovieren oder baust ein Haus, wird dir ein Gerät mit einem breiten Funktionsspektrum eine größere Hilfe sein, als ein minimalistischer Laser-Entfernungsmesser. Errechnet dir dein Laser-Entfernungsmesser anhand der Messwerte etwa die Fläche eines Raumes oder einer Wand, weißt du innerhalb kürzester Zeit wieviel Wandfarbe oder Laminat du benötigst. Mit der Flächenmessung kannst du auch schnell deine Wohnung vermessen und so herausfinden, ob die Fläche kleiner als angegeben ist und du vielleicht zu viel Miete bezahlst. Einige Geräte bieten dir zudem die Möglichkeit die Daten auf dein Smartphone oder Tablet zu übertragen, um so mithilfe einer geeigneten App Skizzen oder Pläne digital zu erstellen.

Messbereich und Genauigkeit sind die Knackpunkte 

Distanzmesser eignen sich in erster Linie für den Innenbereich. Unter freiem Himmel sind die Lichtverhältnisse oft nicht ideal, sodass die lasergestützten Geräte ungenauere Ergebnisse liefern. Einige Messgeräte decken einen Bereich von bis zu 100 Metern ab. Ohne entsprechende Zusatzausrüstung ist es allerdings ziemlich schwer, den Laserpunkt auf eine solche Entfernung zu erkennen. Und einen 100 Meter langen Raum wirst du in den eigenen vier Wänden vermutlich eher selten ausmessen. Deckt ein Laser-Entfernungsmesser also einen Bereich bis 30 Meter ab, wirst du mit ihm gut im Alltag zurechtkommen.

Ein wichtiger Gradmesser ist zudem die Genauigkeit des Geräts. Die wird vom Hersteller mit einem Toleranzwert angegeben. In der Regel beziehen sich die Angaben auf die maximale Distanz, die ein Gerät misst. So liegt die Genauigkeit des Testsiegers bei +/- 2 Millimetern auf 60 Meter. Das ist um einiges genauer als die +/- 6 Millimeter auf 9 Meter beim Testkandidaten von DeWalt. Verwendest du das Gerät häufig in der Werkstatt, im Freien oder auf der Baustelle, muss der Distanzmesser einiges aushalten. Ist das Messgerät mit der IP Schutzklasse 54 ausgezeichnet, bedeutet das, es kommt mit Staub (5) und Spritzwasser (4) gut klar. Wasserdicht ist es deswegen noch lange nicht, auch wenn manche Hersteller das gerne so formulieren. Willst du ein komplett wasser- und staubdichtes Gerät, brauchst du einen Distanzmesser mit Schutzklasse IP68. Davon hatten wir keines im Testfeld. Übrigens lassen sich nicht alle Messgeräte, die wir getestet haben, auf einem Stativ montieren.

Häufige Fragen zu Laser-Entfernungsmessern